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Blick auf s Tittlinger Waschhäusl
Blick auf s Tittlinger Waschhäusl
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„Waschhäusl“ und Kunstgarten

Wiederbelebtes Kleinod als Kulturstätte

Am Weg zum Blümersberg, vom Marktplatz aus über „das Bergsteigerl“ hinauf, wurde das ehemalige alte Waschhäusl von Tittling, das 1913 von dem Kaufmann Josef Machhaus errichtet wurde, liebevoll unter der Federführung der Kunst & Kulturgruppe Dreiburgenland restauriert. Hier werden Erinnerungen an alte Zeiten geweckt, in denen Waschmaschinen und elektrische Bügeleisen in privaten Haushalten noch wenig verbreitet waren.

Das Waschhaus des Josef Machhaus

Der Kaufmann Josef Machhaus (1859 – 1930) errichtete 1913 dieses „Waschhäusl“. Machhaus betrieb um diese Zeit ein Warengeschäft am Marktplatz 7 (heute Dreiburgenapotheke). Er besaß außerdem das Salzmonopol für den Bayerischen Wald, verkaufte Schießpulver für die umliegenden Steinbrüche und betrieb eine Tankstelle.

Machhaus war ein Spross des angesehenen Kaufmannsgeschlechts Machhaus, das 1662 aus Mainz kommend, in Tittling über drei Jahrhunderte ansässig und erfolgreich tätig war.

Ein eigenes Waschhaus war zu jener Zeit eine besondere Errungenschaft, die sich nur wenige Wohlhabende leisten konnten. Das Wasser bezog Machhaus vom Hochbehälter am Blümersberg, der 1911 von der privaten Wassergenossenschaft errichtet worden war.

Das Grundstück für das Waschhaus von Josef Machhaus stammte aus dem früheren Besitz des Gastwirts Franz Xaver Baldini aus der Berggasse 8.
Ab 1968 wurde das Gebäude von der Familie Kubitschek als Geräteraum zur Bewirtschaftung des dazugehörigen Gartens benutzt. Zu dieser Zeit gehörten elektrische Waschmaschinen in den privaten Haushalten bereits zum Standard.

2017 konnte das Waschhäusl und der angrenzende Garten durch die Gemeinde erworben und im Jahr 2019 vom Markt Tittling und den Mitgliedern der Künstlergruppe „Kunst- und Kultur im Dreiburgenland“ saniert und neu gestaltet werden.

Tittling, 21. September 2019
Text: Herbert Zauhar

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